10. Rauhnacht – 3. Januar

 

 

 

  Angst loslassen

Entsprechender Monat des nächsten Jahres: Oktober

Zum Jahresende, während der Rauhnächte, ist die beste Zeit, Dir Gedanken über alte Gewohnheiten zu machen und Dich von denen zu befreien, die Dir bisher geschadet haben oder einfach nicht mehr dienlich sind!

Die Rauhnächte haben in der früheren Zeit nicht nur etwas Mystisches innegehabt, sondern auch viel Beängstigendes. Die Menschen damals waren viel abhängiger von der Natur und dem Wohlwollen der mystischen Gestalten, die in den Rauhnächten ganz besonders Ihr Unwesen trieben. Die Energie dahinter fühlen wir aber heute noch genauso, auch wenn unsere heutige technisierte Welt und mit allen Mitteln versucht, davon abzulenken. Insbesondere Frauen haben auch heute noch einen ganz speziellen Draht in diese Anderswelt, die sich uns in diesen besonderen Tagen öffnet.

Ich möchte Dich heute mit 10 Sätzen konfrontieren, die eigentlich ganz harmlos daherkommen, aber mit denen Du herausfinden kannst, welche Ängste in Dir schlummern und Dich davon abhalten die Großartigkeit in Dein Leben zu bringen, die Dein Geburtsrecht ist und die hinter dieser Angst schon lange auf Dich wartet.

Such Dir ein Blatt, vielleicht von einem Zeichenblock und schöne bunte Stifte und schreibe dort mit Deiner schönsten Schrift diese 10 Punkte auf. Vielleicht magst Du sie noch ein bisschen verzieren, so richtig mit Mühe und Liebe.

Oder Du nimmst 10 kleine Blätter und schreibst dann jeweils 1 Punkt auf! Diese Zettel dann an einem relevanten Ort aufhängen, z.B. an Deinen PC-Bildschirm, Schlafzimmer- oder Badezimmerspiegel! Oder dort, wo Du öfter einen Blick hinwirfst.

Bitte gehe nun jeden dieser Sätze einmal ganz in Ruhe durch, horche in Dich hinein, wie es sich für Dich anfühlt und überlege, ob Dir vielleicht Beispiele einfallen, wo Du das so nicht in Deinem Leben lebst.

Nehmen wir einmal Punkt 2 (und auch 3, 7 und 8) als Beispiel: Sagst Du immer exakt das was Du meinst? Wenn nicht, warum nicht? Vielleicht möchtest Du jemanden nicht verletzen? Vielleicht hältst Du es nicht für gut dem Chef die Wahrheit zu sagen?

Vielleicht steckt hinter all dem aber auch nur die Angst – Angst, nicht mehr lieb gehabt zu werden, ENT-lassen zu werden (mit all seinen Konsequenzen), VER-lassen zu werden (oft ein Kindheitstrauma), Angst für immer alleine und einsam zu sein (dahinter steckt immer ein negativer Glaubenssatz) usw…… (ergänze selber)!

Oder Punkt 6 zum Beispiel: Welche Träume hattest Du als Du jünger warst und welche davon hast Du umgesetzt? Und wenn nicht, warum nicht?

Wie würdest Du Dir als Kind von ca. 8 Jahren heute erklären, warum Du doch jetzt erwachsen bist und trotzdem kein Pony oder keinen Hund hast und nicht Pilot, Astronautin oder Zirkusartist geworden bist? Welche Art von Angst steckte dahinter? Welcher Glaubenssatz? Ein sehr „beliebter“ negativer Glaubenssatz ist: Ich bin es nicht wert! Nicht wert geliebt zu werden! Nicht wert meine Träume zu erfüllen….

Und auch dahinter steckt eine alte Geschichte, die bis heute in Deinem Unterbewusstsein ihr Unwesen treibt.

Schreibe Dir am Besten alles auf, was Dir dazu einfällt, denn Schreiben bringt die Dinge aus dem Unterbewusstsein nach oben!

  1. Wenn sich etwas schlecht anfühlt, lass es!
    2. Sage exakt das, was Du meinst.
    3. Hör auf allen gefallen zu wollen, das ist sowieso unmöglich
    4. Vertraue Dir selbst, Du weißt tief in Dir genau, was gut für Dich ist
    5. Sprich und denke niemals schlecht über Dich selbst
    6. Hör nicht auf an Deine Träume zu glauben
    7. Hab keine Angst mehr „nein“ zu sagen
    8. Hab keine Angst mehr „ja“ zu sagen.
    9. Gehe freundlich und liebevoll mit Dir selbst um
    10. Lass los, was nicht in Deiner Macht steht

Da hinter fast jeder Stelle, an der wir uns selber zurückhalten und unser Licht verstecken, die tiefsitzende Angst vor irgendetwas steckt, ist es äußerst wichtig herauszufinden, woher diese Angst kommt und wann sie entstanden ist. Oft sind es Begebenheiten aus der Vergangenheit, die uns als erwachsener Mensch überhaupt nicht mehr dramatisch vorkommen, aber dem kleinen Kind, das wir waren ein schlimmes Gefühl bereitet haben. Ein Satz der Mutter wie „wenn Du nicht dieses oder jenes tust, dann bin ich nicht mehr Deine Mutter“ kann für ein Kind die Welt zusammenbrechen lassen und tiefe Ängste hervorrufen, auch wenn er nicht umgesetzt wird. Ich empfehle in diesem oder einem ähnlichen Fall der mit den Eltern zu tun hat auch die Meditation zur 2. Rauhnacht über Vergebung. Deine Mutter wusste es nicht besser damals, sonst hätte sie es besser gemacht.

Als Kind warst Du körperlich und seelisch abhängig davon, das für Dich gesorgt wurde. Es hätte tödlich enden können, wenn das nicht mehr passiert wäre. Das ist heute nicht mehr der Fall. Wenn sich jemand LIEBE-voll um Dich kümmert ist das wunderschön! Wenn nicht ist es auch OK, denn inzwischen kannst Du es selbst. Leider steckt in vielen von uns immer noch die kindliche Abhängigkeit fest, durch das innere Kind. Indem Du Dich gut um Dich und Dein inneres Kind kümmerst gewinnt es Vertrauen und ihr verschmilzt zu einer erwachsenen liebevollen Herzenseinheit.

Heute wird es keine Meditation geben, da ich für das Loslassen von Ängsten gerne mit EFT, einer Art Klopfakkupressur, arbeite. Weil manche von Euch sicher noch nicht mit dieser wunderbaren hilfreichen Technik vertraut sind, habe ich eine Zeichnung der Klopfpunkte erstellt und ein ausführliches Video mit allen Erklärungen und einer kleinen Beispiel-Klopfrunde mit mir aufgenommen. Klopfen hilft nicht nur bei der Bewältigung von Ängsten und Stress, sondern in jeglicher schwierigen Situation. Im Beispielvideo geht es um das Thema Gewicht verlieren. In der „Meditation“ am Ende, sage ich Dir die Klopfpunkte an und spreche Dir einen Satz vor, den Du nur nachsprechen brauchst. Vielleicht begeistert Dich diese effiziente Technik ja auch, wie ganz viele Menschen rund um den Erdball. Viel Spaß dabei!

 Räucherempfehlung für Dich

Sternanis – verschafft ein Gefühl von Geborgenheit, löst angestaute negative Gefühle und Ängste, fördert Wertschätzung

Myrte – verhilft zu Einsicht und Vergebung, hilft bei Angst, klärend und reinigend

Zimt – erwärmt die Seele, vertreibt Ängste und Einsamkeitsgefühle

Zeder – hilft Veränderungen zuzulassen

Myrrhe – hilft Ziele zu erreichen

Beifuß – hilft Altes loszulassen, Begleiter von Transformationen

(Alle Infos über die empfohlenen Kräuter findest Du im Rauchwerk-Lexikon)

EFT-Übung 10. Rauhnacht

von Beate Huppertz-Herrmann | Rauhnächte