5. Rauhnacht – 29. Dezember

 

 

 

  Lass Dein Licht leuchten

Entsprechender Monat des nächsten Jahres: Mai

In früheren Zeiten lag die Aufmerksamkeit der Menschen viel mehr auf der Natur, ihren unsichtbaren Welten und den Kräften, die darin verborgen waren.

Wer das in ganz früheren Zeiten tat, der hatte es nicht so ganz einfach. Frauen, die ihre Bestimmung in der Natur, den Kräutern und als Heilerin fanden, wurden allzu oft als Hexe angesehen und verloren ihr Leben, Männer mit entsprechenden Interessen galten als Ketzer oder Verrückte.

Aber besonders in der heutigen Zeit, wo jeder so abgelenkt ist von Technik, Hektik und Medien, ist es besonders wichtig, einfach mal innezuhalten und uns mit uns, unserem Inneren und der Natur um uns herum zu verbinden. In der Stille, ohne Ablenkung, wird uns wieder bewusst, dass unser Dasein hier einen Sinn hat, und dass der Sinn und die Aufgabe unseres SEINS ganz einfach ist:

Unser inneres Licht zum Leuchten zu bringen, das Feuer zu nähren, dass in jedem von uns brennt. 

Auch wenn uns dieses Wissen und unsere Begeisterungsfähigkeit im Erwachsenen-Alltag abhandengekommen sind, kann es jederzeit wieder entfacht werden. In diesen Tagen, in denen das Licht wiedergeboren wird, indem die Tage wieder länger werden, ist die beste Zeit des Jahres sich einmal ganz in Ruhe Gedanken darüber zu machen, ob wir mit dem vergangenen Jahr zufrieden waren.

Hast Du Dein Licht in die Welt getragen? Jeder Mensch hat eine besondere Fähigkeit und unsere Lebensaufgabe ist es, diese in die Welt zu tragen, um die Welt damit etwas schöner, bunter und HELLER zu machen! Was ist Deine?

Ein guter Weg herauszufinden, was Deine Berufung und /oder Gabe ist, sind folgende Fragen:

  • Was würdest Du täglich mit Begeisterung machen, wenn Du es nicht nötig hättest Geld für Deinen Unterhalt verdienen zu müssen?
  • Bei welcher Tätigkeit vergisst Du die Zeit? Vergisst zu essen oder aufs Klo zu gehen?
  • Was zaubert Dir meistens ein Lächeln ins Gesicht, wenn Du nur daran denkst?
  • Was hast Du als Kind geliebt? Was würde Dein 7 jähriges ICH zum Weinen bringen, wenn es Dein heutiges Leben betrachtet?
  • Was würdest Du tun, wenn Du wüsstest, dass Du nicht damit scheitern kannst?

Nimm Dir die Zeit und die Ruhe darüber nachzudenken und schreibe es auf. Ich kann nur immer wieder darauf hinweisen, wie wichtig es ist, die Dinge niederzuschreiben.

Manchmal ist es aber auch so, dass wir nicht Angst haben zu scheitern, sondern Angst vor dem Erfolg.  Das hört sich zwar erst einmal verrückt an, aber es gibt unzählige Beispiele von Menschen, die in ihrem Unterbewusstsein oder durch alte Glaubenssätze darauf programmiert sind, ihren Erfolg zu boykottieren. Immer wenn sie kurz davorstehen, erschaffen sie Situationen, Krankheiten, Aufschieberitis und vieles mehr um nicht ihre Ziele zu erreichen. Die Gründe dafür sind so mannigfaltig, wie die Menschen und ihre Biografien. Der eine möchte seinen Vater nicht beschämen, der sein Leben lang ein „kleiner Arbeiter“ war, die andere möchte nicht riskieren, dass sie nicht mehr in ihren Freundeskreis passt, der immer über die schlimmen Kapitalisten lästert.

Es gibt dazu einen wunderbaren Text von Marianne Wiliamson, der allerdings oft Nelson Mandela zugeschrieben wird, da er ihn in seiner Antrittsrede zitierte:

Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sind, unsere tiefste Angst ist, dass wir unermesslich machtvoll sind. Es ist unser Licht, das wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit.

Wir fragen uns: “Wer bin ich eigentlich, dass ich leuchtend, begnadet, phantastisch sein darf?”

Wer bist du denn, es nicht zu sein?

Wenn du dich klein machst, dient das der Welt nicht. Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun, wenn du schrumpfst, damit andere um dich herum, sich nicht verunsichert fühlen.

Und wenn wir unser eigenes Licht erstrahlen lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun. Wenn wir uns von unserer eigenen Angst befreit haben, wird unsere Gegenwart ohne unser Zutun andere befreien.

Keine Blume käme auf die Idee, sich nicht wertvoll genug zu fühlen für die größte Fülle. Sie vergleicht sich nicht mit anderen Blumen, sondern ist einfach innerhalb ihrer Bestimmung schön und richtig.

Sei doch im neuen Jahr ein bisschen mehr so, wie die Blume, denn Du machst damit der Welt ein Geschenk. Das Geschenk Deiner Einzigartigkeit.  Ich wünsche Dir einen tollen Tag „zwischen den Jahren“, viele Erkenntnisse über Deine verborgenen Fähigkeiten und dass Du genau DEIN Licht leuchten lässt. 

 

 Räucherempfehlung für Dich

Lorbeer – hilft Verborgenes zu sehen

Myrte – fördert die klare Sicht der Dinge

Myrrhe – hilft Ziele zu erreichen

Lavendel – öffnet das Herz

Wacholder – hilft Chancen zu erkennen

Thymian – steigert die Hellsicht, fördert die Energie und anschließendes Tun

(Alle Infos über die empfohlenen Kräuter findest Du im Rauchwerk-Lexikon)

Meditation 5. Rauhnacht

von Beate Huppertz-Herrmann | Rauhnächte