8. Rauhnacht – 1. Januar

 

 

 

 

  Vorsätze und Wünsche

Entsprechender Monat des nächsten Jahres: August

 

Nun ist es da, das neue Jahr und liegt vor uns wie ein wunderschönes Buch mit unbeschriebenen Seiten, die darauf warten von uns mit Inhalt gefüllt zu werden.

Viele Menschen haben sich auch in diesem Jahr Vorsätze an Silvester gemacht, die sich bei 2/3 schon Ende Januar wieder erledigt haben. Davon abgesehen, dass das nicht wirklich guttut, und so ein blödes kleines Gefühl von „wieder gescheitert“ an uns nagt, wäre es wichtig sich die Frage zu stellen warum das so ist.

Ich bin fest davon überzeugt, dass es weder an unserer Faulheit, dem ominösen inneren Schweinehund oder seinem Kumpel dem Gewohnheitstier liegt. Nein, der wahre Grund, warum unsere Vorsätze selten in Erfüllung gehen ist folgender:

Der Vorsatz und das Ergebnis sind Dir eigentlich nicht so wichtig und auch nicht das primäre Ziel! Wahrscheinlich regt sich jetzt Protest in Dir und Du findest 700 Gründe, wie toll es wäre schlank zu sein, aber glaub mir, das Schlanksein ist nicht der Ursprung Deines Wunsches – der wahre Wunsch liegt viel viel tiefer.

Oft sind unsere Ziele überhaupt nicht unsere Ziele und berühren uns daher überhaupt nicht, stattdessen sind es Wünsche, die ihre Gründe im Außen haben:

– Du willst gut dastehen für Andere
– Du willst geliebt werden, wenn Du dem Schönheitsideal entsprichst
– Du möchtest Aufmerksamkeit, Respekt und Achtung erfahren
– Du hast Ziele von denen Du denkst, Du solltest es sein oder haben:  Traumgewicht neues Auto….!
– Du willst (vom Verstand her) Karriere machen um jemandem etwas zu beweisen, vielleicht Deinem Vater. Aber tief in Deinem Herzen möchtest Du gar nicht soviel Verantwortung haben und soviel arbeiten, sondern mehr Zeit mit Deiner Familie und Deinem Garten verbringen. Dann wäre mit Deinem Vorsatz nach Karriere also eigentlich niemandem geholfen.

Aber alleine das Denken „ich sollte eigentlich so oder anders sein oder irgendwas besitzen“ reicht überhaupt nicht aus, um Deinen Vorsatz umzusetzen bzw. die Komfortzone zu verlassen. Das funktioniert nur bei tiefen Herzenswünschen und zwar bei denen, die aus DEINEM Herzen kommen.
Es geht letztendlich überhaupt nicht darum WAS Du tust, nicht einmal darum, WIE Du es tust – es geht immer um die eine Frage: WARUM tust Du es? Wenn Du bei Dingen, die Du tust das WARUM aus den Augen verlierst, verschwindet die Motivation dazu.

Vielleicht kennst Du es auch aus anderen Situationen: Wenn Du hochmotiviert bist und vor Begeisterung Schmetterlinge im Bauch hast, wenn Du nur daran denkst Dein Ziel zu erreichen, dann kann Dich nichts aufhalten. Da stimmt der alte Spruch dann wieder: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!“ Aber es muss halt der eigene Wille sein und das richtige Ziel!

Nimm Dir doch einfach mal die Zeit und mache eine Liste mit den Dingen, die Du verändern möchtest oder nimm (falls noch vorhanden) Deine guten Vorsätze von Silvester zur Hand und dann frage Dich ganz tief, ernsthaft und ohne Zeitdruck WARUM will ich dieses Ziel erreichen.
Versuche es doch einmal anhand dieses Beispiels: Du hast das Ziel aufgeschrieben: Ich möchte abnehmen!

Nach längerem Überlegen, ob es Dein eigenes Ziel ist, bist Du Dir sicher: Ja, das ist MEIN Ziel – ganz sicher! Ok, dann geht es jetzt los!

Frage Dich zuerst: Was wäre für mich das Gute daran, wenn ich abnehme?
Mögliche Antwort: Meine Lieblings-Jeans würde mir wieder passen!
Erneute Frage: Was wäre für mich das Gute daran, wenn ich wieder in meine Lieblings-Jeans passe?
Mögliche Antwort: Ich würde mich super gut fühlen!
Erneute Frage: Was wäre das Gute daran, wenn ich mich gut fühle?
Mögliche Antwort: Ich würde mich wertschätzen und mir vertrauen, weil ich endlich wieder die Kontrolle übernommen habe über meinen Körper und mich nicht wie ein hilfloser Looser fühle
Erneute Frage: Was wäre das Gute daran, wenn ich mich selber wertschätzen und mir vertrauen könnte?
Mögliche Antwort: Dann würde ich endlich meinen ungeliebten Job aufgeben und mich trauen mit meiner Gabe an die Öffentlichkeit zu gehen und mich endlich selbstständig machen.
Erneute Frage: Was wäre das Gute daran, wenn ich mit dem was ich gut kann und liebe an die Öffentlichkeit gehe (mich selbstständig mache).
Mögliche Antwort: Ich wäre total happy, weil ich endlich das tun kann, was mir Freude macht.
Erneute Frage: Was wäre das Gute daran, das zu tun, was mir Freude macht?
Mögliche Antwort: Ich müsste nicht mehr verzweifelt versuchen, mir die Freude im Außen zu suchen, durch viel Essen, Süßigkeiten, Shopping… usw.!
Erneute Frage: Was wäre das Gute dran, wenn ich mir die Freude nicht mehr im Außen holen müsste, weil ich jetzt das tue, was ich liebe.
Mögliche Antwort: Ich müsste mich nicht ständig mit Essen und Süßem dafür belohnen, dass ich durchhalte und würde dann ganz von selbst abnehmen.

Erneute Frage: Was wäre das Gute daran, wenn Du abnimmst?

Kommt Dir die letzte Frage eventuell bekannt vor? Du merkst, wir sind wieder am Ausgangspunkt angekommen, haben aber auf dem Weg erkannt, was Du eigentlich möchtest und dass dann das Abnehmen ganz von alleine geschehen wird, wenn Du Deinem Herz folgst – ohne Vorsätze, ohne Diäten – ganz natürlich! Das Beispiel lässt sich auch auf jeden anderen Vorsatz anwenden.

Also bitte nicht verzagen oder in Selbstvorwürfe verfallen, wenn der ein oder andere Vorsatz nicht gelingt (gelingen kann). Es war dann einfach nicht der richtige. Oder wie der bekannteste amerikanische Erfolgscoach Antony Robbins es ausdrückt: „Du bist nicht faul oder undiszipliniert, Deine Ziele sind impotent!“

 Räucherempfehlung für Dich

 

Frauenmantel – hilft Zeit für Dich selbst zu finden

Kampfer – stärkt die Selbstliebe

Holunder – lässt den richtigen Zeitpunkt für Entscheidungen erkennen

Myrrhe – hilft Ziele zu erreichen

Wacholder – hilft Chancen zu erkennen

Muskatblüte – fördert die Klarheit

 

(Alle Infos über die empfohlenen Kräuter findest Du im Rauchwerk-Lexikon)

 

Meditation 8. Rauhnacht

von Beate Huppertz-Herrmann | Rauhnächte